Arbeitsweise
In den elf Jahren meiner Selbstständigkeit habe ich es nie erlebt, dass zwei oder mehrere Aufträge gleich sind. Rahmenbedingungen, Vorinformationen, Datenlage oder Ziel sind jedes Mal verschieden.
Entsprechend ist meine Arbeitsweise sehr kundenbezogen individuell, aber immer systematisch, nachvollziehbar und praxisorientiert.
Zur Illustration zwei Beispiele.
Beispiel 1:
Auftrag:„Überprüfen, ob die Qualität der Pflege in einer Institution zufriedenstellend ist.“
Auftragsklärung:
- Was bedeutet für die Institution „zufriedenstellend“?
- Entspricht dies dem aktuellen Stand des Wissens in der Pflege?
- Sollen ökonomische Faktoren integriert werden?
- Wie sind die Rahmenbedingungen?
- Etc.
Nach einer sorgfältigen Auftragsklärung folgt die Analyse der aktuellen Situation, in aller Regel mit konkreten Beobachtungen im Pflegealltag, mit Dokumentenstudium und Gesprächen mit Beteiligten jeder Qualifikationsstufe.
Ein mündlicher und/oder schriftlicher Bericht fasst die Ergebnisse und Empfehlungen zusammen. Letztere werden zeitlich priorisiert und beinhalten zu erwartende Auswirkungen.
Beispiel 2:
Auftrag:„Einführung des Bezugspflegesystems und eines angepassten Grade-Mix in der Pflege.„
Eine klassische Projektplanung wird vorgeschlagen und mit der Auftraggeberin bereinigt.
Die Meilensteine können sein:
- Vorbereitung
- Arbeitsprozesse definieren
- Grade-Mix berechnen, vorschlagen
- Bezugspflegesystem, Konzept an Institution anpassen
- Delegationskonzept entwickeln und schulen
- Implementation vorbereiten
- Implementierung auf Pilotstationen
- Evaluation auf den Pilotstationen
- Implementierung in der Gesamtinstitution
Um praktikable, erfolgreiche Wege gehen zu können, wird die reale Situation vor Ort berücksichtigt. Direkte Beobachtungen, Dokumentenstudium und die Integration vorhandener Daten gehören immer dazu.
Ein Grade-Mix beispielsweise wird auf der Basis der vorhandenen Daten (z.B. LEP®, ePA-AC©, Case-Mix, zentrale Arbeitsprozesse, aktuellem Personalschlüssel) berechnet.
Der Grad der Umsetzung eines patientenorientierten Pflegesystems wird unter Einbezug der Arbeitsgruppe IzEP©, Instrument zur Erfassung von Pflegesystemen, gemessen.








